Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Élysée-Vertrages erklären die Vorsitzende des Mouvement des Jeunes Socialistes Seine et Marne, Lina Jali, und der Sprecher des Kreisverbandes der Jusos im Kreis Konstanz, Jan Welsch:
"Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag und die Aussöhnung zwischen den ehemaligen 'Erbfeinden' gehören zu den größten Errungenschaften des 20. Jahrhunderts in Europa. Die Annäherung zwischen beiden Ländern hat die Europäische Einigung erst möglich gemacht. Sie hat Bedeutung über die beiden Länder hinaus, denn sie kann ein Beispiel für viele heutige Konfliktherde geben. Der Élysée-Vertrag ist für uns Auftrag und Verpflichtung zu gleich. Die enge Zusammenarbeit auf höchster politischer Ebene ist für die deutsch-französische Freundschaft unerlässlich. Sie muss aber vor Ort mit Leben gefüllt werden. Dafür braucht es den Austausch zwischen den Regionen. Schüleraustausch-Programme wie das zwischen dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium und dem Collège international Fontainebleau, sowie dem Lycée François 1er sind wichtige Bausteine für das Gelingen der europäischen Einheit. Wir wollen durch einen intensiven Austausch unserer Organisationen einen Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft und zur Europäischen Einheit leisten."
Zwischen den Jugendorganisationen der Parti Socialiste im Département Seine et Marne und der der SPD im Landkreis Konstanz besteht seit März 2012 eine Partnerschaft. Seitdem treffen sich Mitglieder beider Organisationen ein Mal im Jahr in Konstanz und beraten über Zukunftsfragen der Europäischen Union.
Der Juso Kreisverband Konstanz begrüßt den Gesetzesentwurf des baden-württembergischen Innenministers Reinhold Gall, der heute im Kabinett beschlossen wurde. Danach soll bereits zur Kommunalwahl im Jahr 2014 das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre abgesenkt werden. Damit sollen junge Menschen früher an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden.
Am 29.9. wird umFAIRteilt. In vielen Städten planen lokale umFAIRteilen-Bündnisse für den Aktionstag Kundgebungen – unter anderem in Hamburg, Berlin, Köln, Bochum, Frankfurt und in Konstanz.
Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt: in der Krise wächst das Vermögen der reichsten Deutschen immer weiter an, während die Ärmsten in unserer Gesellschaft immer weniger Geld zur Verfügung haben. So besitzen die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung mehr als 50 Prozent des Gesamtvermögens, während der unteren Hälfte der Haushalte gerade mal ein Prozent des Gesamtvermögens bleibt. Gleichzeitig wachsen die Staatsschulden immer weiter an.
Zum 20. Jahrestag der rassistischen Übergriffe auf die zentrale Aufnahmestelle
für AsylbewerberInnen in Rostock-Lichtenhagen erklären die Bundesvorstände der Jusos und der GRÜNEN JUGEND:
"Wir erinnern in diesen Tagen an die Ereignisse in Rostock im August 1992. Die Bilder brennender Häuser, hilfesuchender und allein gelassener Menschen erfüllen uns auch nach zwanzig Jahren mit Trauer und Wut. Unter dem Beifall tausender AnwohnerInnen, weitgehend ungehindert von der Polizei, wütete der Mob über Tage hinweg. Rostock-Lichtenhagen wurde so zum Symbol einer Gesellschaft, die rassistische Gewalt nicht bekämpft, sondern duldet, und die antifaschistische GegendemonstrantInnen härter bestraft als zündelnde Nazis. Das Pogrom in Rostock, die Verhandlungen zum Asylkompromiss in Bonn: Die Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen sind von der menschenunwürdigen Asylpolitik seit Anfang der 90er Jahre nicht zu trennen.
Bei ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung haben die Jusos aus dem Kreisverband Konstanz am Donnerstag in Radolfzell ihren Kreissprecher Jan Welsch einstimmig im Amt bestätigt.
Der 25jährige Jura-Student verwies in seinem Rechenschaftsbericht auf die gute inhaltliche Arbeit im letzten Jahr. So sei der Juso-Kreisverband auf der Landesdelegiertenkonferenz mit sechs Anträgen zur Europa-Politik, dem Israel-Iran-Konflikt und zur Wirtschafts- und Sozialpolitik sehr stark vertreten gewesen. Ferner seien die Jusos medial sehr präsent gewesen und hätten sich immer wieder in aktuelle Debatten eingeschaltet. Das Versprechen, die neue Landesregierung "kritisch und konstruktiv" zu begleiten sei eingehalten worden und solle so auch fortgesetzt werden.
Personell stehen die Jusos dieses Jahr vor einem Neuanfang. Aus dem alten Kreisvorstand kandidierte neben Jan Welsch (Konstanz) einzig Nicolas Schlegel (Singen) erneut. Neu in den Vorstand gewählt wurden Eda Akta? (Radolfzell), Esra Colakoglu, Marion Gebauer, Valentin Tranchand und Tobias Zimmermann (alle Konstanz).
Neben der inhaltlichen Arbeit haben sich die Jusos vorgenommen, sich auf die Kommunalwahlen 2014 vorzubereiten. "Wer mitgestalten will, muss sich einbringen. Wir wollen das ab 2014 in den Gemeinderäten und im Kreistag mit möglichst vielen Jusos tun," formuliert Jan Welsch den Anspruch der Jusos.