Jusos Kreis Konstanz

Veröffentlicht in Topartikel Allgemein
am 12.01.2018

Mit Schrecken und Enttäuschung nimmt der Juso-Kreisvorstand die Ergebnisse der Sondierungen zwischen CDU/CDU und SPD zur Kenntnis. Das verabschiedete Papier zeigt keinerlei sozialdemokratische Handschrift, sondern spricht viel mehr die Sprache fauler Kompromissen.

Wir stellen fest, dass keine der Kernanliegen der SPD durchgesetzt werden konnten. Im gesamten Sondierungspapier fehlen wichtige Punkte, um ein sozialeres und gerechteres Deutschland zu verwirklichen: Europa wird zwar angesprochen, aber das Papier erschöpft sich in Allgemeinplätzen, die uns in einer kommenden Koalition nicht weiterhelfen werden. Ein klares Bekenntnis an die konkreten Ziele von Frankreichs Präsident Macron fehlt völlig. Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik fehlen wichtige Änderungen wie die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung. Wenn man sagt, man wolle die Leiharbeit „evaluieren“ und das Schonvermögen bei ALG-2-Leistungen überprüfen, dann reicht uns das nicht: Diese Regelungen sind momentan höchst ungerecht und mit solchen schwammigen, nichts sagenden Formulierungen werden wir in einer kommenden Koalition nichts reißen. Darüber hinaus fehlt eine grundlegende Reform der Rente, die angesichts der kommenden Herausforderungen dringend nötig gewesen wäre, um kleine Einkommen abzusichern.

Eines der großen Projekte des Wahlkampfes, die Bürgerversicherung, wird nicht angegangen, obwohl diese seit Jahren von dem Großteil der SPD gefordert wird. Stattdessen einigten sich die Parteien auf eine paritätische Finanzierung der Zusatzbeiträge bei den Krankenversicherungen. Mit diesem Schritt kann keineswegs die von uns und der SPD kritisierte zwei-Klassen Medizin beendet werden. Unser Land benötigt große Lösungen und kein Herumdoktern an kaputten Systemen.

Darüber hinaus wurde ein weiterer Eckpfeiler unseres Wahlkampfes und unserer Vision für ein besseres und gerechteres Deutschland ebenfalls im Vorbeigehen niedergerissen. Es soll keine Erhöhung des Spitzensteuersatzes geben. Damit bedienen Martin Schulz und das Sondierungsteam der SPD bereitwillig das Klientel der Union, auf Kosten der Gerechtigkeit in Deutschland und berauben unsere Generation damit möglichen Investitionen in unsere Zukunft. Wir Jusos stehen weiterhin hinter unserem Grundsatz: Starke Schultern müssen auch stärker belastet werden.

Des Weiteren ist es völlig inakzeptabel, dass die SPD-Spitze um Martin Schulz einer inhumanen Flüchtlingspolitik zustimmt, welche eine vollkommen absurde Obergrenze fordert. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands kann und darf sich niemals dem Populismus von rechts außen geschlagen geben. Abgesehen davon, dass eine Obergrenze faktisch nicht durchsetzbar ist, ist sie auch ein fatales Zeichen an die Europäische Union. Deutschland legitimiert damit das Handeln regressiver europäischer Politiker. Uns ist es unerklärlich, wie der Europapolitiker Martin Schulz diese Regelung mit sich selbst vereinbaren kann. Im gleichen Atemzug haben die 3 Parteien ebenfalls vereinbart den Familiennachzug extrem zu begrenzen. Der Juso Kreisvorstand Konstanz möchte daher noch einmal an das, von den Mitgliedern verabschiedete, Regierungsprogramm erinnern in dem es heißt „Familiennachzug und das Zusammenleben in der Familie tragen zu einer guten Integration bei.“ Auch hier müssen wir feststellen, dass sich dem Populismus einer 6%-Partei entgegen jeder Vernunft gebeugt wurde. Für uns steht fest: Humanitäre Hilfe darf keine Obergrenze kennen!

Der Juso-Kreisvorstand Konstanz lehnt aufgrund der Ergebnisse der Sondierungen weiterhin jegliche Zusammenarbeit mit der Union ab. Die Große Koalition wurde abgewählt. Die Parteiführung hat dies über Monate betont. Nun gilt es Wort zu halten. Wir dürfen der AfD nicht die Oppositionsführung im Deutschen Bundestag überlassen. Wir müssen für unsere Überzeugungen kämpfen. Nach den Sondierungen ist klar: Mit der Union können wir diese Überzeugungen nicht durchsetzen.

Wir fordern daher alle Delegierten des kommenden Bundesparteitages auf sich entschieden gegen eine Große Koalition zu stellen und gegen den Antrag des Parteivorstands zu stimmen!

PressemitteilungenIgnoranz und Hetze #AfD

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 14.11.2017

Für die Jusos Konstanz ist klar: Die AfD ist eine gefährliche, populistische und rechtsextreme Partei, welche weder das Grundgesetz, noch die Grundrechte jedes Menschen achtet und wahrnimmt. Eine solche Partei hat weder in unserer Gesellschaft, noch im deutschen Bundestag etwas verloren. Deshalb werden wir nach wie vor alles daran setzen, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen und einzudämmen. Auch in Zukunft werden wir aktiv gegen AfD- Veranstaltungen protestieren und die bizarren Unwahrheiten der Neo- Nazis in der AfD hervorheben und klarstellen.

Erst neulich konnten wir in Radolfzell Zeuginnen und Zeugen des Unsinns werden, welchen die selbsternannte Alternative für Deutschland verbreitet: Zu Wort kam bei dieser Veranstaltung unter Anderem der Staatsrechtler und Jurist Prof. em. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, welcher in seiner Rede zahlreiche Unwahrheiten zum Ausdruck brachte. So wurde der Dschihad als Pflicht jedes Muslims bezeichnet und die Flüchtlingskrise vom Sommer 2015 als Masseninvasion des Islamismus verzerrt.

Schachtschneider ist bizarrerweise, trotz seines juristischen Fachwissens, der Ansicht, dass Art. 1 des Grundgesetzes kein Grundrecht, sondern lediglich ein Grundsatz sei. Schachtschneider kritisierte polemisch, dass die Menschenwürde tatsächlich allen Menschen zustehe. Für uns Jusos ist klar: Die Würde des Menschen ist unantastbar, so auch das Grundrecht von Art. 1 Grundgesetz! „Wer das Grundgesetz und die Grundrechte jedes Menschen nicht akzeptiert, darf nirgendwo politische Öffentlichkeit genießen“, so die Juso- AG Vorsitzende Kathrin Morasch.

Weiterhin erkennt Schachtschneider das im Grundgesetz verankerte Recht auf Asyl nicht an. So hätten für ihn Menschen, welche vor Krieg und Zerstörung flüchteten, kein Recht auf Asyl. Vielmehr kritisierte er, dass es Geflüchtete lediglich auf die deutschen Sozialleistungen abgesehen hätten, was sie für ihn nicht zu Geflüchteten, sondern zu Wirtschaftsflüchtlingen mache. Dem widerspricht die stellvertretende SPD- Ortvereinsvorsitzende Radolfzell und Beisitzerin im Juso- Kreisvorstand der Jusos Konstanz Luzie Kromer scharf. „ Herr Schachtschneider mag zwar ein Experte auf dem Gebiet der Staatrechtslehre zu sein, dass er aber dennoch offensichtlich keine Ahnung von unserem Grundgesetz hat, ist schlicht verstörend. Warum eine weltoffene Stadt wie Radolfzell aus rechtlichen Gründen dem Fremdenhass im Schafspelz solch eine Bühne bieten muss, kann ich nicht verstehen.“

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 14.11.2017

Für die Jusos Konstanz ist klar: Die AfD ist eine gefährliche, populistische und rechtsextreme Partei, welche weder das Grundgesetz, noch die Grundrechte jedes Menschen achtet und wahrnimmt. Eine solche Partei hat weder in unserer Gesellschaft, noch im deutschen Bundestag etwas verloren. Deshalb werden wir nach wie vor alles daran setzen, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen und einzudämmen. Auch in Zukunft werden wir aktiv gegen AfD- Veranstaltungen protestieren und die bizarren Unwahrheiten der Neo- Nazis in der AfD hervorheben und klarstellen.

Erst neulich konnten wir in Radolfzell Zeuginnen und Zeugen des Unsinns werden, welchen die selbsternannte Alternative für Deutschland verbreitet: Zu Wort kam bei dieser Veranstaltung unter Anderem der Staatsrechtler und Jurist Prof. em. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, welcher in seiner Rede zahlreiche Unwahrheiten zum Ausdruck brachte. So wurde der Dschihad als Pflicht jedes Muslims bezeichnet und die Flüchtlingskrise vom Sommer 2015 als Masseninvasion des Islamismus verzerrt.

Schachtschneider ist bizarrerweise, trotz seines juristischen Fachwissens, der Ansicht, dass Art. 1 des Grundgesetzes kein Grundrecht, sondern lediglich ein Grundsatz sei. Schatzschneider kritisierte polemisch, dass die Menschenwürde tatsächlich allen Menschen zustehe. Für uns Jusos ist klar: Die Würde des Menschen ist unantastbar, so auch das Grundrecht von Art. 1 Grundgesetz! „Wer das Grundgesetz und die Grundrechte jedes Menschen nicht akzeptiert, darf nirgendwo politische Öffentlichkeit genießen“, so die Juso- AG Vorsitzende Kathrin Morasch.

Weiterhin erkennt Schatzschneider das im Grundgesetz verankerte Recht auf Asyl nicht an. So hätten für ihn Menschen, welche vor Krieg und Zerstörung flüchteten, kein Recht auf Asyl. Vielmehr kritisierte er, dass es Geflüchtete lediglich auf die deutschen Sozialleistungen abgesehen hätten, was sie für ihn nicht zu Geflüchteten, sondern zu Wirtschaftsflüchtlingen mache. Dem widerspricht die stellvertretende SPD- Ortvereinsvorsitzende Radolfzell und Beisitzerin im Juso- Kreisvorstand der Jusos Konstanz Luzie Kromer scharf. „ Herr Schachtschneider mag zwar ein Experte auf dem Gebiet der Staatrechtslehre zu sein, dass er aber dennoch offensichtlich keine Ahnung von unserem Grundgesetz hat, ist schlicht verstörend. Warum eine weltoffene Stadt wie Radolfzell aus rechtlichen Gründen dem Fremdenhass im Schafspelz solch eine Bühne bieten muss, kann ich nicht verstehen.“

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am 07.11.2017

Nachdem sich die CDU im letzten Landtagswahlkampf klar gegen ein Tempolimit auf der A81 ausgesprochen und die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Razavi die Änderung klar abgelehnt sowie Bundesverkehrsminister Dobrindt die Einführung durch die Landesregierung für rechtswidrig erachtet hatte, ist die Fraktion nun schlussendlich eingeknickt. Geplant sei eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 130 Stundenkilometern auf der Strecke zwischen Engen und Geisingen, was insgesamt einer Strecke von 35,6 Kilometern entspricht.

„Nicht nur die Bundesvorsitzende und Kanzlerin der CDU ist inhaltlich völlig beliebig, auch die CDU-Landtagsfraktion ist wie ein Fähnchen im grünen Wind“, so der Engener SPD-Vorsitzende und stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende Tim Strobel. Er führt weiter aus: „Man kann seine Positionen aber nicht einfach von heute auf morgen zum Wohle einer Koalition hinten anstellen, das ist Betrug an den Wählerinnen und Wählern.“

Früher als „Gängelei“ und „Bevormundung der Bürger“ bezeichnet, ist heute plötzlich ein geeignetes Mittel um Rasereien und illegale Autorennen zu verhindern. „Man sollte meinen, die Regierungsfraktionen im Landtag würden sich wenigstens Gedanken über die Rechtmäßigkeit der Regelung machen. Dieses Thema scheint aber nicht zu interessieren“, meint der Vorsitzende der Jusos im Kreis Konstanz Christoph Heetsch mit Blick auf die juristische Auffassung aus dem Bundesverkehrsministerium: Dieses hatte bereits 2015 die Pläne der Landesregierung für rechtswidrig erachtet, dies dem damaligen und heutigen Verkehrsminister Hermann schriftlich mitgeteilt und ist nach wie vor dieser Auffassung. „Stattdessen bleiben die Grünen stur. Die CDU beugt sich, um eine durch dieses Thema hervorgerufene Regierungskrise zu verhindern. Man hat wohl Sorge, eigene Macht und Positionen verlieren könnte“, ergänzt Heetsch.

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am 24.10.2017

Am vergangenen Sonntag, den 22.10.2017, trafen sich die Mitglieder des Juso-Kreisverbandes Konstanz zur Jahreshauptversammlung an der Universität Konstanz.


Die Jusos blicken auf ein erfolgreiches und bewegendes Arbeitsjahr 2016/17 zurück, mit zahlreichen Veranstaltungen, starker inhaltlicher Arbeit und vielen Neumitgliedern. Gleichzeitig zog der Kreisvorsitzende Christoph Heetsch in Anbetracht des Wahlergebnisses auch ein kritisches Fazit. Es gelte, die Fehler der Bundestagswahl dringend aufzuarbeiten und zu beheben.


Dies schlug sich auch im neuen Arbeitsprogramm nieder, welches mit großer Mehrheit verabschiedet wurde. Dabei wollen sich die Jusos aktiv an der Arbeit in den Ortsvereinen beteiligen und engen Kontakt zur SPD pflegen. „Gerade mit Blick auf die Kommunalwahl ist es uns wichtig, vor Ort präsent zu sein und uns zu beteiligen“, so die wiedergewählte stellvertretende Kreisvorsitzende Marija Antic.


Um den Schwung der vielen Neueintritte weiter ausbauen zu können, soll nun die Öffentlichkeitsarbeit durch die Gründung eines Presse- und Social-Media-Teams gestärkt und ausgebaut werden.


Der neugewählte Kreisvorstand, bestehend aus dem wiedergewählten Kreisvorsitzenden Christoph Heetsch, den beiden Stellvertreter*innen Marija Antic und Tim Strobel, sowie den Beisitzer*innen Johanna Maas, Luzie Kromer, Marius Marquardt und Felix Burmann, legte in seinem Arbeitsprogramm einen weiteren Schwerpunkt auf die Bedürfnisse des ländlicheren Raumes. „Wir müssen gerade auch unsere Stammwählerschaft wieder stärken. Das bedeutet für uns auch, mit der Wählerschaft zu diskutieren und zu reden, wobei dies auf Augenhöhe mit den Ortsvereinen geschehen muss“, sagt die neue Beisitzerin Johanna Maas.


Weiterhin wollen die Jusos durch zahlreiche Veranstaltungen möglichst viele junge, begeisterte Sozialdemokrat*innen im gesamten Landkreis gewinnen.

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